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Kurz und schmerzlos: Folge 2

Schürzen und Puffer-Verkleidungen:
Baureihen 110 und 112 in Köln Hbf

 

Einerseits: BiR zu erstellen ist sehr arbeitsaufwendig, so dass je Beitrag schon mal einige Tage intensiver Recherche nötig sind. Andererseits: Manche Themen liegen „in der Luft“; Fotos dazu sind reichlich vorhanden, aber noch kein Text. Ihnen, liebe Eisenbahnfreunde und -freundinnen, präsentiert BiR im Vorgriff einige Bilder, die in die „gute alte Zeit“ zurückführen. Ohne nähere Ausarbeitung, wahllos ins Archiv gegriffen: einfach „kurz und schmerzlos“. Hier also Folge 2 – Die Baureihen 110/112 in Köln Hbf, als sie noch „beschürzt“ waren.

 

 

110 412 in Köln Hbf

Eleganz in Blau: 110 412-4 (Bw Köln-Deutzerfeld) in Köln Hbf am 19.07.1976.

 

110 440 in Köln Hbf

Dortmunder Ziffern: Typisch für viele 110er vom Bw Dortmund Bbf waren in größerer und anderer Schrift-Type ausgeführte Betriebsnummern. Hier die 110 440-5 in Köln Hbf am 19.07.1976.

 

112 490 in Köln Hbf

Reichlich verdreckt: Vor dem E 2505 aus den Niederlanden präsentiert sich 112 490, die am 23.01.1976 aus Köln Hbf in Richtung Hohenzollernbrücke ausfährt. Auch sie trägt die „Dortmunder Ziffern“. Wer mag am vorderen DB-Schild herumgekratzt haben?

 

110 412, Detail der Lokfront

Und so sah das aus der Nähe aus: Die Puffer-Partie von 110 412-4, aufgenommen am 02.04.1977 in Köln Hbf. Sie war vor dem D 516 dorthin gekommen. Und was bedeuten die beiden kreisförmigen „Deckel“ unmittelbar unter den unteren Signalleuchten bei vielen 110ern und den 112ern der Bundesbahn? Hier kommt die Erklärung.

Christian Brückel schreibt dazu:
„Hinter den Deckeln verbergen sich Kardanwellen, nur bei 110ern mit mechanischer Nachlaufsteuerung (lautes Schaltwerkgeräusch). Diese Kardanwellen müssen in regelmäßigen Abständen gewartet werden, dazu werden die Deckel entfernt, um an die Wellen des Schaltwerkantriebes zu kommen. Solche Arbeiten werden in der Regel im Ausbesserungswerk vorgenommen. Heute findet man die kreisrunden Deckel nicht so leicht, da bei Lackierungsarbeiten so akurat gearbeitet wird, dass man meinen könnte, die Deckel seien nicht mehr vorhanden. Dem ist aber nicht so. Sollte der Deckel tatsächlich mal fehlen, hat diese Lok wohl nachträglich ein Thyristorschaltwerk erhalten.“

 

Autor dieses Beitrags: Joachim Biemann (Text und Fotos); Text-Ergänzung: Christian Brückel
Online: 03.07.2000
html-Status: 05.06.2010

 

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