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Die Dampflokomotiven der Baureihe 55.25
des Bw Gremberg

– 1968 bis 1972 –

 

 

Lieber Autofahrer! Diese Schranke muß wegen zahlreicher Zugfahrten häufig bis zu einer halben Stunde geschlossen bleiben. Haben Sie Eile, so fahren Sie besser zur Autobahn zurück und auf einem anderen Weg zu Ihrem Ziel.

 

Ein Schild mit diesem Text zu lesen, war nicht nur für Autofahrer, sondern auch für eilige Fußgänger und Radfahrer sicher unerquicklich, für den Eisenbahnfreund dagegen verheißungsvoll. Die Tafel stand mitsamt einem Übersichtsplan für den „anderen Weg“ jahrzehntelang am Bahnübergang Porzer Ringstraße/Gremberger Ring beim Rangierbahnhof Gremberg, an der heutigen Stadtteilgrenze zwischen Westhoven und Gremberghoven. Rangierbahnhof und Betriebswerk Gremberg lagen früher auf dem Gebiet der Stadt Porz, also vor den Toren Kölns – bis zur von vielen Porzern abgelehnten Eingemeindung nach Köln am 01.01.1975.

Die „zahlreichen Zugfahrten“ liefen in den Rangierbahnhof Gremberg ein und aus ihm heraus, auf der am Rangierbahnhof vorbeiführenden Güterzugstrecke (letztlich die rechte Rheinstrecke) in Richtung Köln-Kalk Nord (von da weiter ins Ruhrgebiet) und über die Kölner Südbrücke ins Linksrheinische. All dies waren Zugfahrten. Einen großen Teil der Zeiten mit geschlossenen Schranken verursachten jedoch Rangierfahrten. Und die erledigte in Gremberg bis Ende der 1960er Jahre vorwiegend eine Baureihe: die gute alte 55er.

Über besagten Bahnübergang (BÜ) beim Stellwerk Gnf (Gremberg Nord Fahrdienstleiter) führte nämlich nicht nur die durchgehende Strecke, sondern mit einigen Gleisen auch die nördliche Einfahrgruppe. Um sich hinter die eingefahrenen und zu rangierenden Züge zu setzen, mussten die Abdrückloks den BÜ immer wieder überqueren. Auch die südliche Ausfahrgruppe bei Gnf sorgte für zahlreiche Fahrten: Rangierloks (wiederum meist 55er), die fertig zusammengestellte Züge dorthin gebracht hatten, sowie die Loks, die dann zur Bespannung der Züge ankamen, und ebenfalls natürlich die schließlich ausfahrenden Güterzüge – auch sie alle kreuzten in stetigem Hin und Her den Bahnübergang. Sieben Ein- und Ausfahrgleise sowie zwei Streckengleise querten den BÜ, ein „Eisenbahnparadies“.

 

Alle paar Minuten eine Dampflok

Auf Dampfloks musste man dort nie lange warten. Für die Zeit um 1970 liegt eine Angabe (Först, Seite 15) vor, die den Dienst mit Diesellok beschreibt; die Zeiten für die 55er dürften sich kaum unterschieden haben: „Auch für das Drücken über den Ablaufberg gibt es Normzeiten. Vier Minuten braucht eine drückende Diesellok, um den Ablaufberg zu umfahren, wenn sie eine neue Wagenkolonne auf die Puffer nehmen soll, zwei Minuten braucht sie für das Abdrücken dieses Zuges, der freilich aus einzelnen Wagen und Wagengruppen besteht, bis zu dem Punkt, wo der erste Wagen den Scheitel des Ablaufberges erreicht hat, und schließlich sechs Minuten für das Drücken eines ganzen, 100 Achsen zählenden Zuges über den Ablaufberg.“

Bei vollem Betrieb gab es in den 1960er Jahren also alle paar Minuten eine 55er zu sehen. Zusätzlich fuhren 50er vor allem der Betriebswerke Gremberg und Eifeltor mit Güterzügen des Kölner Nahbereichs ein und aus. Bei Gnf selten zu sichten waren die Betzdorfer 44er, denn sie liefen meist mit ihren Güterzügen nach Süden. Lothar Behlau macht auf eine Ausnahme davon aufmerksam, die sich in einem Buchfahrplan der damaligen Zeit findet: „Zumindest 1968/69 gab es einen Bedarfszug Gag 7939 von Kinzenbach nach Köln-Nippes Gbf, der bis zum Ziel von Betzdorfer 044 befördert wurde, Durchfahrt Gnf um 20:38 Uhr.“

Auch die Gremberger Schnellzugloks der Baureihe 03 waren keine regelmäßigen Erscheinungen bei Gnf, denn sie bespannten von 1968 bis 1970 hauptsächlich den Militär-Reisezug in Richtung Siegen und zurück. Ungewöhnlich war der Einsatz von 03 276, die sich (vermutlich Mitte 1968) von Gremberg aus in Richtung Köln-Kalk Nord auf den Weg machte, im Schlepp einen Tiefladewagen mit einem Transformator. Vorne auf der seitlichen Schürze der Lok fuhr ein Eisenbahner mit, wohl um die Profilfreiheit zu überwachen.

Lothar Behlau konnte ebenfalls besondere Einsätze dieser Reihe beobachten: „Die Gremberger 03 hatten wohl doch einen etwas größeren Aktionsradius als allgemein angenommen. So habe ich zum Beispiel im Oktober 1968 die 03 077 in Krefeld Hbf gesehen, möglicherweise im Arbeitszug-Dienst, oder vielleicht hatte sie einen Schadwagenzug nach Oppum gebracht. Eine Zeitlang gab es sogar eine Art weiteren Planzug für die Gremberger 03, nämlich den abendlichen (werktags) P 2643 von Köln Hbf nach Overath im Lokmangeljahr 1970, Rückleistung unbekannt. Im Mai/Juni 1970 habe ich das selbst gesehen, des öfteren kam aber auch eine 50 zum Einsatz, oder 41 334, vermutlich als Leihlok. Und dann soll es auch noch Geschichten gegeben haben wie eine Gremberger 03 als Heizlok zusätzlich hinter einer Elektrolok der Baureihe 110 mit D 439 von Köln bis Münster (je einmal 03 111 und 03 276; KSV 44, Seite 4). Die Hauptaufgabe war aber, Hilfszuglok in Köln-Deutzerfeld zu spielen, in direkter Nachfolge der 38 1889.“

Zwischen 1967 und 1970 war das Aus für die letzten 41er des Bw Köln-Eifeltor gekommen, die in den Jahren zuvor auch Güterzüge von Gremberg zum Niederrhein gebracht hatten. Von ihnen entging vorläufig nur 41 293 (Neubaukessel, Kohlefeuerung) der Ausmusterung, denn sie beförderte 1970/71 als Lok des Bw Gremberg hauptsächlich den Siegener Militärzug – statt der der 03-Maschinen.

Und nun wieder zur 55: Anders als beim äußerst ruppigen Rangierbetrieb etwa in Köln-Gereon (oder war das dort „Abstoßen“?) wurde in Gremberg meiner Erinnerung nach immer schön gleichmäßig abgedrückt. Trotzdem konnte sich das Ergebnis in den Gremberger Richtungsgruppen heftig auswirken, wo die Waggons trotz automatischer Gleisbremsen und der Arbeit der Hemmschuhleger häufig mit lautem Krachen aufeinanderprallten. Vom südwestlichen Parallelweg ließ sich das bestens beobachten.

Dem Eisenbahnfreund, der von Baureihen vielleicht gerade mal so viel wusste, wie im Märklin-Katalog stand, erschien die 55er als recht außergewöhnlicher Dampfer, verglichen mit den damals noch allerorten anzutreffenden Einheitsloks. Denn sie besaß weder Windleitbleche noch Laufachsen, sie musste mit einem „nur“ dreiachsigen Tender auskommen, die Signalpfeife tönte „spitz“ und hoch. Der tiefliegende Kessel verhalf der alten Preußenlok jedoch zu einem kompakten, fast bulligen Eindruck. Ihr Auspuffschlag reichte zwar nicht so tief in den Bassbereich wie der der Einheitsloks, unter Last klang er aber immer kraftvoll-voluminös.

 

Gremberg: Refugium der DB-55er

Ende 1967 waren 22 Loks der Baureihe 55.25 in Gremberg stationiert, von denen 8 Exemplare z-gestellt waren, dem Betrieb also nicht mehr zur Verfügung standen:

 

55 2594, 2738, 2771 z, 2853, 2903'', 2993, 3100, 3190 z, 3343, 4100 z, 4141 z, 4192, 4220, 4455, 4544 z, 4592, 4848, 5028 z, 5273 z, 5277 z, 5589, 5628.

 

Insgesamt besaß die Deutsche Bundesbahn zu dem Zeitpunkt 91 Loks dieser Baureihe (andere Angabe: 92 Stück), davon 20 z-gestellte Exemplare. Diese Summe schlüsselte sich so auf: 21 Loks des 55er-Gesamtbestands zählten zur Bundesbahn-Direktion (= BD) Essen, 62 Maschinen zur BD Köln und 8 zur BD Frankfurt/Main. Letztgenannte Direktion beheimatete die 55 nur noch bis September 1969. Bis Ende 1971 verschwand die Reihe in der Essener Direktion, wo als letzte 055 632-4 des Bw Duisburg-Wedau am 13.08.1971 z-gestellt und am 15.12.1971 ausgemustert wurde.

Ein Jahr lang war nun die BD Köln Refugium der letzten DB-55er, die fast alle dem Bw Gremberg angehörten. Lediglich ein Exemplar (055 647-2) war zunächst noch in Hohenbudberg tätig, wechselte aber bereits im Februar 1972 nach Gremberg. Laut Wenzel (Die DB 1972, Seite 116) konnte die 55 in der Direktion Köln so lange überleben, weil dort „ein sparsamer maschinentechnischer Dezernent [...] die Auffassung vertrat, solange eine Lok noch ihr Geld hereinfahren könne, dürfe man sie trotz hohen Alters nicht abstellen.“ Zudem, so Wenzel weiter, habe man älteren Lokomotivführern die Umschulung auf Diesellok nicht mehr zumuten wollen.

Bernhard Terjung schreibt (per E-Mail): „Mit ihrem Tender hielt die 55er eine Dienstschicht durch, ohne Vorräte ergänzen zu müssen. Das manchmal gehörte Argument, der Trichter der Gremberger Bekohlungsanlage sei für Kohlenkasten der Tenderlok zu groß gewesen, ist wenig stichhaltig. Mit der nötigen Vorsicht ließ sich hier die 094 730 bei einer Sonderfahrt durchaus bekohlen, und im übrigen hätte man dem Mangel sicher abgeholfen, wenn man die 94er wirklich hier gebraucht hätte. Übrigens hieß es damals über die Rangierqualitäten der G 8.1: ‚Was die 55er nicht wegzieht, das braucht man mit einer anderen Lok – auch 50er – gar nicht erst zu versuchen‘.“

Die erwähnte Sonderfahrt fand übrigens am 17.05.1974 statt; die 94er wurde damals samt 052 428 (Wannentender-Lok), 24 009 und einigen EK-Reisezugwagen zu einer Lokomotivschau nach Linz/Rh. gebracht. In Gremberg war die Baureihe 94 selten stationiert – wenn, dann stets in geringer Zahl, meist nur ein oder zwei Exemplare gleichzeitig. Wohl als kurzfristige Lokaushilfe kamen 094 150-0 (19.04.1968 von Hamm, ab 21.05.1968 Hohenbudberg) und 094 152-6 (10.04.1968 von Hamm, ab 18.04.1968 wieder Hamm) nach Gremberg.

Rangierdienst war die Hauptaufgabe der Gremberger 55, aber sie machte sich auch vor Nah- und Übergabezügen nützlich. Mit ihnen ging es nach Siegburg; dort und in Richtung Lohmar waren mehrere Anschlüsse zu bedienen. Sehen Sie dazu bei BiR den Buchfahrplan vom Winter 1968/69 als Faksimile. Manfred Traube hat seine lesenswerten Erinnerungen an diese Einsätze veröffentlicht (siehe Literaturliste unten: Die Aggertalbahn; sowie: Vor 25 Jahren – DB-Dampflokomotiven 1972), aber auch Wolfgang Clößner (in: Bahnknoten Siegburg).

 

Die Ablösung: Baureihe 290

Ihren Rang als die Gremberger Rangierlok machte der 55er die V 90 (ab 1968: Reihe 290) streitig. Ab Juli 1967 trafen im Bw Köln-Nippes diese Dieselloks ein, die dann unter anderem im Rangierbahnhof Gremberg Dienst taten. Die ersten davon kamen vom Bw Frankfurt/M.-Griesheim nach Köln. Auch die Betriebswerke Kornwestheim und Delmenhorst, vor allem aber Krefeld und Düren gaben bis Ende 1972 immer wieder 290er nach Nippes ab, wohin außerdem fünf Stück neu geliefert wurden.

Die vierachsige V 90 (1350-PS-Motor, auf 1100 PS eingestellt) gehörte in die selbe Leistungsklasse wie die 1260 PS starke 55er. Wenn auch der 55er-Bestand in ähnlichem Maß abnahm, wie der 290er-Bestand wuchs, so wird man doch nicht von einer 1:1-Ablösung sprechen können. Die Dampflok erfordert nun einmal längere Auf- und Abrüstzeiten, so dass sie dem Rangier- und Zugbetrieb öfter als die Diesellok nicht zur Verfügung steht. Zudem dürften die 55er aufgrund ihres Alters von bis zu etwa 50 Jahren häufiger als die neuen Dieselloks in Reparatur gestanden haben.

 

Diagramm: Bestand BR 55 und 94 (Gremberg) sowie BR 290 (Nippes)
 

Gegenüberstellung des betriebsfähigen Gremberger Bestands der Baureihen 055 und 094 des Bw Gremberg sowie des Bestands der Baureihe 290 des Bw Köln-Nippes, Zahl/Monatsbeginn (Grafik: JB)

 

Neue Betriebsnummern

Am 1. Januar 1968 trat das neue Bezeichnungssystem der DB in Kraft, mit dem alle Triebfahrzeuge eine für die elektronische Datenverarbeitung taugliche Betriebsnummer erhielten. Ausführlich berichtet Peter Große in EK-Special Nr. 31 darüber, daher hier nur eine Kurzfassung des Themas.

Bei Dampflokomotiven erhielt die Stammnummer (Baureihennummer) eine zusätzliche führende Null, wobei nur bei einzelnen Baureihen (etwa 011, 012, 050 bis 053) von den alten Reihenbezeichnungen mehr oder weniger geringfügig abgewichen wurde. Die Loks der bisherigen Baureihe 55.25 wurden so zur BR 055 umgezeichnet.

Die Ordnungsnummern durften in dem neuen Schema nur noch drei Stellen haben, daher waren vierstellige um die erste Stelle zu verkürzen. Gelegentlich wären dadurch identische Betriebsnummern zweier Loks entstanden, so dass man in solchen Fällen zu einer „schiefen“ Umzeichnung griff. Bei den Gremberger 55ern betraf dies 55 4100 (055 101-0) und 55 4192 (055 193-7).

Eine mit einem Bindestrich angefügte Kontrollziffer vervollständigte die neue Betriebsnummer. Sie ergibt sich durch einige Rechenschritte aus den davor stehenden, hier als Zahlen aufgefassten Ziffern. Wenn innerhalb der gesamten Betriebsnummer auch nur eine fehlerhaft angegebene Ziffer vorkommt, stimmt in der Regel die Kontrollziffer nicht mehr mit der „eigentlich“ zu errechnenden überein. Ein nützliches Verfahren, zumal die Kontrollziffer natürlich automatisch ermittelt werden kann.

Zunächst blieb es bei den DB-Dampfloks jedoch bei den alten Betriebsnummern, jedenfalls von außen gesehen. Man brachte nämlich lediglich in den Führerhäusern kleine Schilder mit den neuen Bezeichnungen an. Es sollte noch mehr als ein Jahr dauern, bis die Dampfer entsprechende Schilder auch an Rauchkammertür, Führerhaus und Tenderrückseite erhielten. So beobachtete Lothar Behlau, „daß beispielsweise im Bw Gremberg am 1. April 1969 noch keine einzige Lok umgezeichnet war, während er am 10. Mai´ 1969 nur mehr 50 520 mit alter Betriebsnummer antraf.“ [Wenzel, Hansjürgen: Die preußische P 8. Die Baureihe 38.10. Freiburg (EK-Verlag) 1994. Seite 247.] Die bis April/Mai 1969 z-gestellten oder ausgemusterten Gremberger Loks der Baureihe 055 trugen außen die neuen Schilder also nicht mehr. Auch diese Loks sind amtlich und gültig umgezeichnet worden, aber eben nur „auf dem Papier“. Jedenfalls sprachen und sprechen Eisenbahnfreunde wie auch viele Eisenbahner meist weiterhin von der „55“, wie ja auch die alte preußische Gattungsbezeichnung „G 8.1“ weiterlebt.

 

 

Stationierungsdaten der Gremberger 55er

Lokomotiv-Basis: Beheimatungen in Gremberg von 1968 bis 1972

 

LokHerkunftBw GrembergVerbleibBemerkungen
55 2594Rheydt06.11.1967 -      03.1968
Rheydt,
11.06.1968 z, 02.10.1968 +
andere Angabe: Gremberg bis 28.02.1968
55 2738Betzdorf27.08.1945 - 04.02.197205.02.1972 z, 18.04.1972 +22.12.1967 - 05.02.1968 L2 (AW Lingen),
23.12.1970 - 27.01.1971 L0 (AW Lingen)
Hinweis: Lok war im 03.1947 an die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE) vermietet.
55 2771Köln-Kalk Nord02.11.1959 - 21.08.196722.08.1967 z, 12.03.1968 +andere Angabe: 01.11.1959 Gremberg von Köln-Kalk Nord
55 2853Köln-Eifeltor17.06.1967 - 07.11.1969Neuß,
05.08.1970 z, 27.11.1970 +
andere Angabe: 06.1970 von Neuß nach Gremberg, dort z und +
55 2903''Aachen West07.1956 - 02.05.196903.05.1969 z, 19.09.1969 + 
55 2993Köln-Eifeltor12.07.1967 - 10.06.196811.06.1968 z, 02.10.1968 +andere Angabe: Köln-Eifeltor bis z
55 3100Köln-Eifeltor23.05.1967 - 04.04.196805.04.1968 z, 21.06.1968 + 
55 3113Neuß11.1969 -    [02.1970][06.1970] Neuß,
21.02.1971 z, 02.06.1973 +
 
55 3190Neuß02.10.1963 - 16.11.196717.11.1967 z, 21.06.1968 +Neuß bis 14.07.1963, dann AW-Aufenthalt
55 3343Köln-Eifeltor16.02.1967 - 02.07.196803.07.1968 z, 11.12.1968 + 
55 3440Hohenbudberg (z)01.01.1971 - 14.12.1971ohne Umbeheimatung (also weiterhin Gremberg):
10.01.1971 Bw Wuppertal-Vohwinkel (Vorbereitung für Einsatz als Heizlok),
22.01.1971 Hagen (Heizlok bei Fa. Feldmühle),
04.03.1971 Bw Wuppertal-Vohwinkel (abgestellt);
15.12.1971 +
in Hohenbudberg: z seit 19.11.1970
55 3538Neuß03.10.1971 - 17.10.197218.10.1972 z, 21.12.1972 +17.10.1968 L2 (AW Lingen);
andere Angabe: 01.11.1971 Gremberg von Neuß
 
Mit der z-Stellung dieser Lok endete der Einsatz der pr. G 8.1 bei der Deutschen Bundesbahn.
 
55 4100Neuß 30.11.1966 - 21.08.196722.08.1967 z, 12.03.1968 + 
55 4141Köln-Eifeltor [09.1966][02.1967] - 09.12.196710.12.1967 z, 21.06.1968 + 
55 4192Köln-Eifeltor28.08.1966 - 27.07.197128.07.1971 z, 15.12.1971 +27.07.1967 L2 (AW Lingen);
andere Angabe: 27.07.1971 z
55 4220Köln-Eifeltor07.05.1967 - 31.12.1970Hohenbudberg,
07.03.1971 z, 09.09.1971 +
 
55 4455Köln-Kalk Nord02.11.1959 - 04.07.197205.07.1972 z, 15.08.1972 +06.03.1968 L2 (AW Lingen)
55 4544Köln-Kalk Nord03.11.1959 - 06.08.196707.08.1967 z, 12.03.1968 +andere Angabe: 01.11.1959 Gremberg von Köln-Kalk Nord;
andere Angabe: 09.1954 Gremberg von Köln-Kalk Nord
55 4592Köln-Eifeltor09.1966 - 26.10.1969Neußandere Angabe:
Euskirchen bis 31.05.1966, ab 01.06.1966 Köln-Eifeltor, 12.1967 nach Gremberg
Neuß09.11.1969 - 29.08.197030.08.1970 z, 27.11.1970 + 
55 4604Neuß01.11.1968 - 23.01.1969Neuß,
02.03.1969 z,
23.06.1969 Hohenbudberg,
10.07.1969 +
andere Angabe:
12.07.1954 - 31.03.1967 Neuß,
01.04.1967 - 19.04.1967 AW Lingen (L0),
20.04.1967 - 01.03.1969 Neuß,
02.03.1969 z,
10.07.1969 +
55 4647Hohenbudberg03.02.1972 - 04.05.197205.05.1972 z, 20.07.1972 +andere Angabe: 02.02.1972 Gremberg von Hohenbudberg,
andere Angabe: 15.08.1972 +
55 4848Köln-Eifeltor04.08.1967 - 29.09.197130.09.1971 z, 15.12.1971 +andere Angabe: 29.09.1971 z
55 5028Troisdorf05.1954 - 18.07.196719.07.1967 z, 12.03.1968 + 
55 5273Köln-Kalk Nord01.11.1959 - 08.07.196709.07.1967 z, 12.03.1968 + 
55 5277Köln-Nippes21.11.1954 - 31.08.196701.09.1967 z, 12.03.1968 +ausgemustert nach Unfall (Flankenfahrt);
andere Angabe: 1954 von Troisdorf nach Gremberg;
andere Angabe: bereits 13.08.1967 z-stehend (vermutlich gemeint: unfallbeschädigt abgestellt vorhanden)
55 5589Köln-Eifeltor10.06.1967 - 28.02.1969Neuß,
19.05.1969 z,
23.06.1969 Hohenbudberg,
19.09.1969 +
 
55 5628Köln-Eifeltor20.06.1967 - 11.09.196812.09.1968 z, 11.12.1968 + 
Abkürzungen und Erläuterungen
  • Datum in eckigen Klammern [ ] bedeutet: Zeitpunkt einer frühsten oder spätesten (derzeit) bekannten Stationierung vor oder nach einer Umbeheimatung
  • AW = Ausbesserungswerk
  • z = von der Ausbesserung zurückgestellt (Lok außer Betrieb genommen, i. d. R. Abstellung vor der Ausmusterung)
  • + = ausgemustert
  • L0 = Bedarfsausbesserung (Schadgruppe L0)
  • L2 = Untersuchung und Ausbesserung der Lok im Ausbesserungswerk (Schadgruppe L2)

 

 

Diagramm: Stationierungen BR 55 in Gremberg
 
Entwicklung des Gremberger 55-Bestands Anfang 1968 bis Ende 1972, Zahl/Monatsbeginn (Grafik: JB)

Anmerkungen zum Diagramm:
55 2594: bis Ende 02.1968 als Gremberger Lok gerechnet
55 2993: bis + zum Bw Gremberg gezählt, andere Angabe: Bw Köln-Eifeltor bis z
55 3113: bis zum letzten bekannten Gremberger Stationierungs-Datum (02.1970), kann noch länger dort gewesen sein
55 4604: für Bw Gremberg 11.1968 bis 01.1969 gerechnet, andere Angabe: Neuß bis +

 

 

Umzeichnungen, Baudaten und Bauzustand

 

LokHerstBaudatenKPEVDomeDachGriffSchildRfBemerkungen
55 2594055 594-6Hen11853/1913Esn 4954S-D-SAufbau BogenMitte- 
55 2738055 738-9Hano7096/1913Han 4954S-D-SAufbau ohneMittexkein Vorwärmer;
seit Frühjahr 1971 aus Anlass einer Sonderfahrt Kessel, Führerhaus und Tenderkasten grün lackiert sowie KPEV-Beschilderung angebracht
55 2771055 771-0Hen 12064/1913Esn 5179S--D-S ?Aufbau Bogenunten  
55 2853055 853-6O&K6312/1914Alt 4820S--D-SAufbau Bogenuntenx 
55 2903''055 903-9   D-S-D-STonne BogenuntenxHerstellerdaten im Jahr 1945 nicht mehr zu ermitteln, daher Ersatz-Fabriknummer 135 des Reichsbahn-Zentralamts Göttingen
55 2993055 993-0Vulc2931/1914Mag 4875S--D-STonne   xBauart-Angaben nicht ganz sicher, da Foto bei Wenzel (1976), S. 276, vermutl. falsch datiert
55 3100055 100-2Hano7393/1914Han 5165S--D-STonne BogenMitte  
55 3113055 113-5Hano7411/1914Efd 4990S-D-SAufbau ohneMittex 
55 3190055 190-3Hum1026/1914Cöl 4895      
55 3343055 343-8Hen13352/1915Cas 5157S-D-STonne ohneMitte  
55 3440055 440-2Jung2283/1915Sbr 4924S-D-SAufbau geradeunten- 
55 3538055 538-3Hen13444/1915Cas 5162S--D-STonne ohneMitte- 
55 4100055 101-0BMAG5931/1916Hal 4957S-D-STonne ohneMittexkein Vorwärmer; zwei Leitern am Kessel
55 4141055 141-6Hum1177/1916Cöl 4999S-D-SAufbau ohneMitte  
55 4192055 193-7O&K8121/1916Esn 5728S-D-SAufbau geradeMittexRauchkammertürwand eingenietet (nicht eingeschweißt)
55 4220055 220-8Schi2442/1916Bro 4955*S--D-STonne ohneMittex* 1920 > Ost 5321
55 4455055 455-0Bor9816/1917Hal 4990S--D-STonne ohneMitte*x* Schild geringfügig unterhalb des Zentrums der Rauchkammertür angebracht, aber nicht „unten“; zwei Leitern am Kessel
55 4544055 544-1Hen14599/1917Mst 5355      
55 4592055 592-0Hen14707/1917Erf 5257S--D-STonne ohneMitte- 
55 4604055 604-3Vulc3240/1917Kbg 5249S-D-SAufbau Bogenuntenx 
55 4647055 647-2Schi2545/1917Dzg 4943S-D-STonne ohneMittex 
55 4848055 848-6Hen15350/1917Cas 5302S-D-STonne BogenuntenxRest des Rauchkammer-Zentralverschlusses vorhanden
55 5028055 028-5Hano8590/1918Han 5368      
55 5273055 273-7Hum1464/1919Cöl 5353      
55 5277055 277-8Jung2903/1919Han 5661S-D-SAufbau ohneMittex 
55 5589055 589-6Jung3204/1920Esn 5550S-D-STonne geradeuntenxRest des Rauchkammer-Zentralverschlusses vorhanden
55 5628055 628-2Graf7011/1917Sbr 5159*S-D-STonne Bogenuntenx* 1920 > Saar 4911
 
      Abkürzungen
  • Herst = Hersteller (Unternehmensbezeichnungen hier nur für die Zeit, in der die oben genannten Lokomotiven gebaut wurden)
    – zur Geschichte nicht nur dieser Hersteller siehe Eisenbahn von Jens Merte –
    • Bor = A. Borsig (Berlin-Tegel)
    • Graf = Elsässische Maschinenbaugesellschaft Graffenstaden (Belfort)
    • Hano = HANOMAG Hannoversche Maschinenbau-Actiengesellschaft vormals Georg Egestorff (Hannover-Linden)
    • Hen = Henschel & Sohn (Kassel)
    • Hum = Maschinenbau-Anstalt Humboldt AG (Köln-Kalk)
    • Jung = Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH (Jungenthal)
    • O&K = Orenstein & Koppel – Arthur Koppel Aktiengesellschaft (Berlin-Drewitz)
    • Schi = F. Schichau GmbH (Elbing, Danzig, Königsberg)
    • Vulc = Vulcan-Werke Hamburg und Stettin AG [Abteilung Locomotivbau in Bredow bei Stettin]
  • Baudaten = Fabriknummer/Baujahr
  • KPEV = Direktionszugehörigkeit und Betriebsnummer bei der (Königlich) Preußischen (Staats-)Eisenbahn-Verwaltung (bei der Deutschen Reichsbahn weiterhin gültig bis zur Umzeichnung 1925, ebenso für die an die Deutsche Reichbahn gelieferten Lokomotiven der Gattung G 8.1)
    • Alt = Altona
    • Bro = Bromberg
    • Cas = Cassel
    • Cöl = Cöln
    • Dzg = Danzig
    • Efd = Elberfeld
    • Erf = Erfurt
    • Esn = Essen
    • Hal = Halle
    • Han = Hannover
    • Kbg = Königsberg
    • Mag = Magdeburg
    • Mst = Münster
    • Sbr = Saarbrücken
      außerdem:
    • Ost = Osten (ab 1920)
    • Saar = Saarbahnen (1920 bis 1921), Eisenbahndirektion des Saargebiets (1921 - 1935)
  • Dome = Anordnung der Dampf- und Speisedome sowie der Sandkästen auf dem Kessel (in der Reihenfolge von vorne)
    • D = Dampf- oder Speisedom
    • S = Sandkasten
    • Kombinationen:
      S-D-S = Sandkasten, Dampfdom, Sandkasten
      S--D-S = vorderer Sandkasten in größerem Abstand vor dem Dampfdom (dazwischen hochliegende Kesselspeiseventile), hinten ein weiterer Sandkasten
      D-S-D-S = Speisedom, Sandkasten, Dampfdom, Sandkasten
  • Dach = Form des Führerhaus-Dachs
    • Tonne = tonnenförmig-runde Ausführung
    • Aufbau = Lüftungs-Aufbau (mit ebenem oberen Abschluss)
  • Griff = Form der Griffstange auf der Rauchkammertür
    • Bogen = bogenförmig nach oben gekrümmte Griffstange
    • gerade = geradlinige Ausführung der Griffstange
  • Schild = Position des Betriebsnummernschilds auf der Rauchkammertür (Mitte = im Türzentrum, unten = in der unteren Türhälfte)
  • Rf = Rangierfunk vorhanden (x) oder nicht vorhanden (-)

      Die Angaben zum Bauzustand beziehen sich auf den Zeitraum von 1968 bis 1972.
 
 

 

 

Abschied von der 55er

Mit der Ausmusterung der Gremberger 55 3538 (055 538-3) verschwand die Baureihe 55.25 bei der Deutschen Bundesbahn. Die Deutsche Reichsbahn in der DDR trennte sich von der preußischen G 8.1 nahezu gleichzeitig. Letzte Betriebslok dort war 55 5328 (Bw Oebisfelde z 28.09.1972, + 02.08.1972, ++ 14.10.1972 Stendal). Die allerletzte 55er im DR-Bestand war 55 2970 des Bw Halberstadt, die am 30.06.1972 z-gestellt, am 02.03.1973 ausgemustert und am 16.07.1973 in Stendal verschrottet wurde.

In der Bundesrepublik nahmen Eisenbahnfreunde mit etlichen Sonderfahrten von der Baureihe 55 Abschied. Einige dieser Fahrten fanden mit Loks der Betriebswerke Gießen, Hohenbudberg sowie Dillenburg (eventuell außerdem Nürnberg Rbf) statt. Meist stellte dafür aber das Bw Gremberg seine G-8.1-Maschinen. „Außer Konkurrenz“: 55 4848 war am 10.10.1970 in Köln-Süd vermutlich lediglich ausgestellt, „anlässlich einer Sonderfahrt von Köln nach Gemünd, organisiert durch einen Kölner Künstler anlässlich einer Filmuraufführung“ [KSV 47, Seite 2]. Dass darüber hinaus Gremberger G 8.1 auf Ausstellungen gezeigt wurden, ist bislang nicht bekannt geworden.

Sehen Sie zu den von Gremberger 55ern gezogenen Sonderzügen die folgende Tabelle (Ihre Ergänzungen sind jederzeit willkommen).

 

DatumLokVeranstalterRoute, Bemerkungen
12.10.196855 2738055 738-9 Köln <DB> – Heimbach (Eifel) (55 2738)
05.04.196955 4220055 220-8FEKKöln Hbf <DB> (55 4220) – Südbrücke – Overath – Engelskirchen – Osberghausen – Dieringhausen (Zuglok 211 ...; 55 4220 fährt als Lz nach Gremberg zurück) – Bergneustadt – Olpe (065 013) – Betzdorf – Dillenburg – Wetzlar – Stockhausen – Weilburg – Limburg – Westerburg – Altenkirchen (Ww) – Au (Sieg) – Troisdorf – Köln-Kalk – Südbrücke – Köln Hbf (Gleis 1)
Karsamstagsfahrt des FEK, „Fahrt ins Bergische Land“
19.04.197055 4848055 848-6KECKöln Hbf <DB> (55 4848 + 050 001-7) – Bonn – Remagen – Kreuzberg (55 4848) – Dümpelfeld (050 001-7, vmtl. bis Jünkerath; später wohl wieder 55 4848 + 050 001-7) – Lissendorf – Jünkerath – Euskirchen – Köln Hbf
07.06.197055 4192055 193-7 Köln <DB> – Bonn – Euskirchen (055 193-7)
[nachweisbar: Witterschlick, Arloff, Meckenheim; Lok teils nur mit Güterwagen (Bauart ähnlich G 10), teils mit „GmP“]
12.07.197055 4592055 592-0KECKöln Hbf <DB> (55 4592) – Düren – Jülich – Kirchberg <JKB> – Jülich Kreisbahnhof (JKB 152) – Puffendorf – Kirchberg <DB> (55 4592) – Köln Hbf
20.09.197055 3440055 440-2NVBS„Sonderfahrt nach Geilenkirchen“ [Wenzel: BR 55, 58]
[nachweisbar: Venlo, Kaldenkirchen, Kohlscheid, Bw Aachen West, Herzogenrath, Geilenkirchen (dort Besuch der GKB)] (055 440-2)
25.04.197155 2738055 738-9KECKöln Hbf <DB> (055 738-9 grün) – Südbrücke – Dieringhausen – Osberghausen – Waldbröl – Hermesdorf – Morsbach – Waldbröl – Osberghausen – Dieringhausen – Köln Hbf
01.05.197155 2738
55 4455
055 738-9
055 455-0
 Münster – Gronau (055 738-9 grün + 055 455-0);
Sonderzug „für britische Eisenbahnfreunde“ [EK-Aspekte 5, 26]
29.05.197155 4592055 193-7 „Geilenkirchen – Aachen“ [Wenzel: BR 55, 58; dort vmtl. falsch als „55 4572“ angegeben]
12.09.197155 4455055 455-0EKTroisdorf <DB> (55 4455) – Betzdorf – Scheuerfeld <WWB> – Bindweide – Weitefeld (andere Angabe: Friedewald) – Bindweide – Scheuerfeld <DB> – Troisdorf
ursprünglich vorgesehen: 89 7159 ab Betzdorf, wegen T 3-Schadens aber weiter mit 55 4455
02.10.197155 2738055 738-9DBWuppertal-Steinbeck <DB> (055 738-9 grün) – Solingen-Ohligs – Solingen Hbf – Müngstener Brücke – Remscheid-Lennep – Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal-Steinbeck (Rundkurs zweimal gefahren)
Anlass: Tag der offenen Tür der BD Wuppertal, „Mit der Oldtimer-Eisenbahn durch Wuppertal und das Bergische Land“
07.11.197155 2738055 738-9KECKöln Hbf <DB> (055 738-9 grün) – Neuß – Düsseldorf Hbf – Erkrath – Hochdahl – Wuppertal-Vohwinkel – Wuppertal-Varresberg – Gevelsberg West – Hagen Hbf – Schwerte – Unna – Bönen <RAG> (RAG D 725) – Stockum – Bockum-Hövel – Werne (RAG D 795) – Bönen <DB> (055 738-9 grün) – Hagen – Schwelm – Wuppertal-Vohwinkel – Solingen-Ohligs – Köln-Deutz Tief – Köln-Kalk
22.04.197255 4455055 455-0IHSDüsseldorf Hbf <DB> (055 455-0) – Erkrath Nord – Mettmann – Wuppertal-Varresbeck – Wuppertal-Vohwinkel – Hofermühle – Ratingen West – Düsseldorf Hbf
30.04.197255 4455055 455-0 Emden <DB> – Hagen – Düsseldorf – Kranenburg – Hoek van Holland;
ab Marienheide: 055 455-0 und Schiebelok 050 ...,
Zuglok ab Wuppertal-Oberbarmen: 044 ... (Bw Hamm);
„Sonderzug mit vorwiegend englischen Eisenbahnfreunden“ [LRS 21, 8]
15.10.197255 3538055 538-3KECKöln Hbf <DB> (55 3538) – Südbrücke – „Bw Gremberg“ – Troisdorf <RSVG> – Sieglar – Rheidt (RSVG 4) – Lülsdorf – Rheidt (55 3538) – Troisdorf <DB> – Südbrücke – Köln-Bonntor – Rheinauhafen <HdK> – Schönhauser Straße <KVB/KBE> – Marienburg <KBE> – Wesseling – Brühl-Vochem – Berrenrath – Hermülheim – Köln-Eifeltor <DB> – Köln Hbf
Abkürzungen und Erläuterungen BD = Bundesbahn-Direktion
Bw = Bahnbetriebswerk
BR = Baureihe
DB = Deutsche Bundesbahn
EK = Eisenbahn-Kurier
FEK = Freundeskreis Eisenbahn Köln
GKB = Geilenkirchener Kreisbahnen
GmP = Güterzug mit Personenbeförderung
Hbf = Hauptbahnhof
HdK = Häfen der Stadt Köln
IHS = Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr
JKB = Jülicher Kreisbahn
KBE = Köln-Bonner Eisenbahnen
KEC = Kölner Eisenbahn-Club
KVB = Kölner Verkehrs-Betriebe
Lz = einzeln fahrende Lokomotive
NVBS = Nederlandse Vereniging van Belangstellenden in het Spoor- en Tramwegwezen
RAG = Ruhrkohle AG
RSVG = Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft
Ww = Westerwald
WWB = Westerwaldbahn

Eigentümer der befahrenen Strecken stehen in spitzen Klammern. Die auf den jeweiligen Abschnitten eingesetzten Lokomotiven sind in runden Klammern und kursiv gesetzt (angegeben die Betriebsnummer, mit der die Maschine beschildert oder beschriftet war).

 

 

Abgestellte Loks und Verschrottungen

 

Lokabgestellt/verschrottet
55 2738055 738-9im 04.1973 am Bw Gremberg abgestellt vorhanden (Aufschrift „Lok bleibt erhalten“), 09.05.1973 zur Schrottfirma Deume nach Recklinghausen gebracht (Zuglok 050 318);
andere Angabe: im 04.1973 zum Zerlegen nach Witten gebracht
55 2903''055 903-9am 12.11.1969 im Bw Gremberg bei der Bekohlungsanlage abgestellt vorhanden (nicht umgezeichnet; von einem „Spaßvogel“ über dem rechten Zylinder ein FDJ-Emblem und am Führerhaus anstelle des DB-Zeichens „DR“ aufgemalt)
55 3343055 343-8am 10.05.1969 im Bw Gremberg abgestellt vorhanden
55 3538055 538-3im März/April 1973 beim Bw Gremberg abgestellt vorhanden;
am 17.07.1973 zur Zerlegung nach Witten geschleppt (Zuglok 052 996)
55 4192055 193-7am 06.04.1972 im Bw Gremberg abgestellt vorhanden
55 4220055 220-8am 12.07.1972 in Witten zerlegt
55 4455055 455-0Mitte 03.1973 zur Zerlegung nach Witten/Ruhr, am 04.08.1973 dort als einzige noch anzutreffen, von zwei weiteren 055ern nur noch Zylinderblöcke vorhanden
Der Tender von 55 4455 ging an die Braunschweigische Landes-Museums-Eisenbahn (BLME), die ihn mit der dortigen Lok 2 (Jung 3736/1925, Cn2t) kuppelte. [BLME 1998 aufgelöst – Verbleib des Tenders?]
55 4592055 592-0am 02.03.1971 zur Zerlegung nach Essen-Rüttenscheid gebracht
55 4647055 647-2Mitte 03.1973 zur Zerlegung nach Witten/Ruhr
55 4848055 848-6am 12.07.1972 nach Witten zum Zerlegen geschleppt
55 5277055 277-8am 22.02.1969 auf dem Lokfriedhof Hohenbudberg abgestellt vorhanden
55 5628055 628-2am 10.05.1969 im Bw Gremberg abgestellt vorhanden

 

 

Literatur

  • Asshauer, Jan; pr: Gremberger Highlights. In: eisenbahn magazin, Heft 5/2002. Düsseldorf (Alba Publikation Alf Teloeken) 2002. Seiten 26 bis 31.
  • Clößner, Wolfgang: Siegburg – Einsatzgebiet der letzten „G 8“ in Deutschland. In: Bahnknoten Siegburg. Herausg.: Eisenbahnclub Rhein-Sieg e.V. Siegburg 1991. Seiten 46 bis 49.
  • Danschewitz, Wilfried: Köln/Düsseldorf – Wuppertal – Hagen, 1964 – 1968. Rundliste Nr. 6 – Beiträge zur Triebfahrzeuggeschichte der Deutschen Bundesbahn. Königswinter o. J. [1991]
  • Först, Walter: Porz – eine dynamische Stadt. Herausgegeben vom Länderdienst Verlag in Zusammenarbeit mit der Stadt Porz am Rhein. Erschienen in der Reihe „Deutschlands Städtebau, Kommunal- und Volkswirtschaft“. Berlin (West) und Basel (Länderdienst Verlag) o. J. [um 1970] [Rbf Gremberg: Seiten 14 bis 18]
  • Große, Peter: Der Umzeichnungsplan der DB von 1968. In: ... vor 25 Jahren: Die DB 1968. Freiburg (EK-Verlag) 1993. (= EK-Special Nr. 31) Seiten 58 bis 64. [hier nicht der Umzeichnungsplan, sondern Angaben über dessen Systematik]
  • Marx, Herbert: Eisenbahn in Mönchengladbach. Nordhorn (Verlag Kenning) 1997.
  • N. N.: Die Aggertalbahn Siegburg – Lohmar – Overath. Herausg.: Eisenbahnclub Rhein-Sieg e.V. Siegburg 1988.
  • N. N.: Das Bw Gremberg. In: Der Eisenbahn-Kurier, Heft Nr. 1. Hildesheim (Eisenbahn-Kurier) 1966. Seite 27. [Stationierungsliste; bemerkenswert: als Titelbild war dem Erstlings-Heft des EK ein Foto beigeklebt, das 55 3897 und eine weitere 55er im Mai 1965 beim Verwaltungsgebäude des Bw Gremberg zeigt.]
  • N. N.: Das Bw Gremberg. In: Deutsche Bahnbetriebswerke und der Triebfahrzeugpark der deutschen Eisenbahnen von 1920 bis heute. Hrsg: Matthias Fuhrmann. München (GeraNova Zeitschriftenverlag) o. J. [1991] [Loseblattsammlung].
  • N. N.: Dritter, endgültiger Umzeichnungsplan 1925 der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. Band I Preußisch-Hessische Schnellzug-, Personenzug- und Güterzug-Schlepptenderlokomotiven. Berlin (Ost) (transpress VEB Verlag für Verkehrswesen) 1983. [Lizenzausgabe: Düsseldorf (alba Buchverlag) o. J.] [Fotomechanischer Nachdruck des Originals vom Reichsbahn-Zentralamt aus dem Jahre 1925]
  • N. N.: Die Triebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn und ihre Heimat-Betriebswerke. Stand Ende 1967. Umzeichnungsplan der Deutschen Bundesbahn 1968. Krefeld-Bockum (Gustav Röhr) o. J. [vermutl. 1968] [enthält einige unzutreffende Beheimatungsangaben, viele z-Stellungen nicht erwähnt]
  • Ostendorf, Rolf: Die Baureihe 55. In: eisenbahn magazin, Heft 1/1993. Düsseldorf (alba Publikation Alf Teloeken) 1993. Seiten 33 bis 40 (mit Übersichtszeichnungen auf einem Ausfaltblatt).
  • Paulitz, Udo: Auf Fotopirsch am Schienenstrang. Erinnerungen eines Dampflokjägers. Stuttgart (Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.) 2001. [darin (zur Bestimmung von Bauzuständen ausgewertet): Foto 055 113 (Seite 14), Foto 55 4604 (Seite 18)]
  • Traube, Manfred (Redaktion): Vor 25 Jahren – DB-Dampflokomotiven 1971. Freiburg (EK-Verlag) o. J. [1996] (= Eisenbahn Kurier-Aspekte Nr. 5). [BD Köln: Seiten 23 bis 26]
  • Traube, Manfred (Redaktion): Vor 25 Jahren – DB-Dampflokomotiven 1972. Freiburg (EK-Verlag) o. J. [1997] (= Eisenbahn Kurier-Aspekte Nr. 8). [BD Köln: Seiten 26 bis 33; Beitrag „Unsere 55 4455 – Erinnerungen an eine alte Freundin“ von M. Traube: Seiten 30 f.]
  • Wagner, [Andreas]; Bäzold, [Dieter]; Zschech, [Rainer]; Lüderitz: Lokomotiven preußischer Eisenbahnen. Güterzuglokomotiven. Berlin (Ost) (transpress) 1990. [Durchgesehene Lizenzausgabe: Düsseldorf (alba Publikation Alf Teloeken o. J.] (= Eisenbahn-Fahrzeug-Archiv [EFA], Band 2.3.2) [nennt für 55 2594: Hen 11851, Esn 4952 (Angabe der Reichsbahn-Nummer dort in falsche Zeile gesetzt)]
  • Weisbrod, Manfred: Die Baureihen 55 und 56 der preußischen Gattungen G 8 und G 8.1. Fürstenfeldbruck (Hermann Merker Verlag) 1990. (= Eisenbahn Journal-Sonderausgabe III/90)
  • Wenzel, Hansjürgen: Abschied von der preußischen G 8.1, Reihe 55.25. In: Vor 25 Jahren – Die DB 1972. Freiburg (EK-Verlag) 1997 (= Eisenbahn Kurier-Spezial Nr. 47). Seiten 116 f.
  • Wenzel, Hansjürgen: Die Baureihe 55 – die preußische G8/G8.1, DRB-Reihen 55.16, 55.25, 56.2. Wuppertal (Verlag Eisenbahn-Kurier e. V.) 1976. (= Band 10 der Reihe „Deutsche Dampflokomotiven“)
     
  • Meldungen der Zeitschriften
    • Der Eisenbahn-Kurier, ursprünglich Hildesheim, dann Solingen, später Wuppertal, heute Freiburg (Titel nur noch „Eisenbahn-Kurier“). [EK]
    • Kölner Schienen Verkehr (Herausgeber: Kölner Eisenbahn Club), Köln. [KSV]
    • Die Lokrundschau, Hamburg, heute Gülzow (Titel nur noch „Lokrundschau“). [LRS]
     
  • eigene Beobachtungen und Aufzeichnungen JB
  • Früherer Hinweis: RolfWiso's Homepage – Die Dampflokomotiven der Baureihe 055 (BR 55 DB) [statistische Angaben ab 1968]
    • Seit Ende Oktober 2009 ist diese Site wie zahlreiche andere wegen der vollständigen und endgültigen Abschaltung des Free Web Hosting von Yahoo-GeoCities nicht mehr erreichbar.
    • Die bis dahin gültige Internet-Adresse der hier genannten Seite lautete: http://de.geocities.com/rolfwiso/Dampfloks/055.html
  • Angaben über veröffentlichte Tonaufnahmen von Gremberger Loks der Baureihe 55.25 finden Sie in der Bibliographie „Bahnen im Rheinland“.
     
  • Hinweis zur Schreibweise: Da es nicht in jeder Browser-Version gewährleistet ist, dass hochgestellte Ziffern (Indizes) korrekt darstellt werden, sind diese Zeichen hier so wiedergegeben:

     statt G 81, 55 16, 55 25, 56 2
     gesetzt G 8.1, 55.16, 55.25, 56.2

    Die Variante mit dem Punkt dürfte es auch erleichtern, die Funktion „Suche“ durchzuführen.

 

Autor dieses Beitrags: Joachim Biemann
Tabellen-Daten zu den Stationierungen und Bauzuständen: Wilfried Danschewitz †, Lothar Behlau und Joachim Biemann, ergänzt durch Angaben in der genannten Literatur
Dank an Lothar Behlau für zahlreiche Informationen, Hinweise und Anregungen – und natürlich für die Fotos und den übermittelten Buchfahrplan
Weitere Informationen und Hinweise zum Thema kamen von Bernhard Terjung und Georg Büsgen.

Online: 09.02.2003
Version vom 17.02.2003
Status: 04.11.2009
html-Status: 16.06.2010

 

Mehr über die Gremberger 55er:

 

Einen Beitrag über den Abschied von der Baureihe 50 des Bw Gremberg im Jahr 1975 finden Sie bei hier bei „Bahnen im Rheinland“.

 

Bahnen im Rheinland
www.bahnen-im-rheinland.de